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Maibaumaufstellung 2018 in Vorhelm

Da saß jeder Handgriff

Vorhelm – Sorgenvoll wanderten die Blicke der Vorhelmer am Montagnachmittag nach oben: Sollte die Maibaumaufstellung auf dem Dorfplatz wieder ins Wasser fallen? Der Himmel hatte dann aber Erbarmen, zur Eröffnung um 18 Uhr war er weitestgehend blau und die Sonne schien. Lediglich die Temperaturen hätten frühlingshafter sein können.
So zog es die Bewohner des Wibbeltdorfes und auch Gäste aus dem Umland gleich zur Eröffnung zahlreich in die Dorfmitte, obwohl der Maibaum erst noch auf dem Weg dorthin war. Dieser führte, bedingt durch die Baustelle auf der Dorffelder Straße, über die Hauptstraße. Nachdem der Tross mit dem Spielmannszug Enniger-Vorhelm an der Spitze, gefolgt von einer Abordnung des Schützenvereins Vorhelm, eintraf, führte die neue Route für die Helfer von Heimatverein und Löschzug am Platz zu leichten Komplikationen. Minutenlang war der Durchgangsverkehr wegen der Absicherung durch Feuerwehr und Polizei gesperrt, bis der Maibaum dann endlich in die richtige Stellung gewuchtet war und in die Hülse eingeführt werden konnte.
Löschzugführer Raphael Eustermann, der erstmals das Kommando hatte, zeigte sich am Ende zufrieden: „Super gelaufen, obwohl es wegen der neuen Anfahrt seitenverkehrt war.“ Er regte an, so auch zukünftig zu verfahren, weil die Festbesucher viel mehr Einblicke in die Aufstellung hatten. Damit ging der letzte Einsatz von Treckerfahrer Gerhard Barschket zu Ende, er geht in „Rente“.
Um 19.33 Uhr schließlich war es soweit, die Wappen der Vereine und Institutionen waren angehängt, der Baum mit Hilfe der Jugendfeuerwehr und Soldaten der Patenkompanie des Aufklärungsbataillons 7 aufgerichtet. Drei Böllerschüsse aus der Kanone des Ballermannclubs und die St.-Hubertus-Jagdhornbläser begrüßten den Maibaum standesgemäß zurück an seiner angestammten Stelle.
„Da steht das Prachtexemplar – jeder Handgriff hat gesessen“, zeigte sich auch Bürgermeister Dr. Alexander Berger begeistert und würdigte die gute Stimmung auf dem Platz. Die Vorhelmer könnten stolz sein auf das, was sie alles bewegen, lobte er mit Respekt. Josef Remmert, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine, betrachtete den Maibaum dann auch als wichtiges Symbol für das Dorf: „Der Maibaum soll daran erinnern, dass alle Vereine in Vorhelm zusammenstehen“.
Zusammenstehen und Klönen war dann auch anschließend für die Besucher das Motto. Der Musikverein Vorhelm spielte mit dem Blasorchester auf, ein DJ ergänzte das Musikprogramm. Bundeswehrsoldaten und das Team des Jugend-Ferienlagers St. Pankratius sorgten für die Versorgung mit Kaltgetränken. Maibowle gab es bei den Frauen der kfd, Waffeln bei den Landfrauen und Gegrilltes bei den Karnevalisten von „Klein-Köln“. Zufriedene Gesichter hatten auch die Kinder, die wieder den Auftritt von Clown Püppi genossen.
Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de/ahlen

Umfangreiche Vorbereitungen für Maibaumaufstellung 2018

Kanonenschläge zur Begrüßung

-rst- Vorhelm – Der Wonnemonat Mai naht und Vorhelm will ihn wieder gebührend mit der Maibaumaufstellung begrüßen. Am Montagabend trafen sich Mitglieder des Heimatvereins in der Alten Mühle, um organisatorische Details der Veranstaltung zu besprechen.
Bereits am Samstag, 28. April, werden die ersten handwerklichen Tätigkeiten durchgeführt. Auf Hof Diekmann am Berg­eickeler Weg wird der Maibaum ab 18 Uhr in seinem Winterquartier auf den Anhänger verladen und transportfertig gemacht. Am Abend des 30. April wird er dann zum Dorfplatz gebracht, wo er gegen 19 Uhr eintreffen soll.
Der Löschzug Vorhelm, Soldaten der Patenkompanie der Bundeswehr und weitere Helfer stellen den Maibaum auf. Steht der Mast senkrecht, werden ihn die Schützen des Ballermannclubs mit ihrer Kanone lautstark begrüßen.
Bereits am Morgen des Monatsletzten werden ab 9 Uhr die Stände im Bereich des Dorfplatzes aufgebaut. Nachdem sich dafür im vergangenen Jahr der Standort Im Loh bewährt hat, wollen die Organisatoren diesen beibehalten. Um 18 Uhr wird das Programm eröffnet, dann werden auch Speisen und Getränke angeboten.
Um eine reibungslose Versorgung zu gewährleisten, öffnen zwei Bierwagen, die von Soldaten der Patenkompanie und dem Team des Jugend-Ferienlagers St. Pankratius betrieben werden. Die Karnevalisten der KG „Klein-Köln“ übernehmen den Verkauf von frisch Gegrilltem, Würstchen und Nackensteaks stillen den Hunger. Die Frauengemeinschaft (kfd) bietet nicht nur Pommes frites an, sondern auch Maibowle. Für den Waffelverkauf sind die Landfrauen zuständig.
Für die musikalische Un­termalung sorgen das Jagdhornbläsercorps St. Hubertus Enniger-Vorhelm, das Jugendblasorchester des Musikvereins Vorhelm und der Spielmannszug Enniger-Vorhelm. Zu späterer Stunde übernimmt dann ein Disc­jockey.
Auch die Kinder kommen nicht zu kurz, sie dürfen sich wieder auf den Auftritt von „Clown Püppi“ freuen. Die Moderation des Abends übernimmt der IGVVV-Vorsitzende Josef Remmert. Wer möchte, kann sich auf der im letzten Jahr eröffneten Boule-Bahn sportlich betätigen, sollte aber eigene Kugeln mitbringen.
Das Programm steht also, fehlt nur noch das passende Wetter. „Wichtig ist trocken“, formuliert der Heimatvereinsvorsitzende Willi Wienker den großen Wunsch der Veranstalter

WN – Zur Kerze kommen jetzt auch Sterne

Zur Kerze kommen jetzt auch Sterne

Winterdeko auf dem Dorfplatz hängt

-chw- Vorhelm – Seit vielen Jahren installiert der Heimatverein Vorhelm in der kalten Jahreszeit eine überdimensionale Adventskerze, wo an den wärmeren Tagen der Maibaum steht. Doch in diesem Jahr wird die Weihnachtsdeko um einige Hingucker ergänzt. „Wir haben jetzt auch Sterne, die im Dunkeln wunderbar leuchten“, sagt Willi Bücker, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins. „Und sie sind selbst gebastelt.“
Am Donnerstagmorgen wurde die stimmungsvolle Deko über dem Dorfplatz erstmals aufgehängt. Parallel dazu hängt auch wieder eine Lichterkette in einem der großen Bäume neben der Kerze. „Wir hoffen, dass die stimmungsvolle Anlage nicht nur den Dorfbewohnern, sondern auch allen anderen Passanten, die durch Vorhelm kommen, eine Freude bereitet“, so Willi Bücker.

 

Willi Bücker 2017

WN 03.12.2017 Alte Mühle platzte aus allen Nähten

Alte Mühle platzte aus allen Nähten

Unerwartet großer Andrang herrschte bei der plattdeutschen Wibbelt-Lesung des Heimatvereins Vorhelm

Von Ralf Steinhorst

Vorhelm – Zwei Vorleser und ein bis zum allerletzten Platz besetztes Wibbeltzimmer in der Alten Mühle: Mit diesem unerwarteten Andrang sah sich am Mittwoch der Heimatverein Vorhelm konfrontiert. Doch kein Grund zu verzagen, denn etwas enger zusammengerückt und mit einigen zusätzlichen Sitzgelegenheiten aus dem Obergeschoss ausgestattet, ließ sich der Nachmittag umso gemütlicher gestalten.
Keine Frage: Die plattdeutschen Wibbelt-Lesungen von Hildegard Latzel und Christoph Kaldewei bekommen immer mehr Anhänger. „So viele Zuhörer hatten wir noch nie“, verschlug es Christoph Kaldewei beim Blick in die Runde fast die Sprache. Immer im Frühjahr und Herbst liest Kaldewei zusammen mit Latzel plattdeutsche Geschichten vor – in der Regel aus der Feder von Heimatdichter Augustin Wibbelt.
Im Frühjahr fand das Angebot gerade mal zehn Zuhörer, vorwiegend aus Vorhelm, die an einem Tisch mit Plätzchen, Kuchen und Kaffee Platz fanden. Dieses Mal trugen sich sage und schreibe 42 Zuhörer in das Gästebuch ein. Somit standen die Stuhlreihen in Zweier- und Dreierreihen um den Kaffeetisch. Der Blick in das Wibbeltzimmer offenbarte zugleich, dass sich die Wibbelt-Lesungen inzwischen auch bis nach Ahlen und in umliegende Orte herumgesprochen haben.
Dieses Mal zitierten die beiden Vorleser Auszüge aus dem ersten Buch des zweibändigen Romanwerks „In der Stadt“, das im Jahr 1906 veröffentlicht wurde.
Der Roman spielt in Münster, wo sich der Landbauer Schulte Witte mit seiner Frau niedergelassen hat. Schulte Wittes Frau wünscht sich ein Leben in der Stadt, wovon sie sich mehr Bildung und Kultur verspricht als auf dem Land.
Auch fühlt sie sich mehr der hochdeutschen Sprache verbunden: Das auf dem Land gesprochene Plattdeutsch liegt ihr nicht. Beide geben also ihren Hof auf, den ihr Sohn Werner dann mit seiner Frau Tilda übernimmt.
Augustin Wibbelt wollte mit seinem Buch den äußeren Schein des städtischen Lebens darstellen, das konträr zum eher nüchternen Denken auf dem Land stehe. Somit stellt das neue Leben die Schulte Wittes in Münster vor eine große Herausforderung.


»So viele Zuhörer hatten wir noch nie.« so
Christoph Kaldewei

Hildegard Latzel und Christoph Kaldewei (3. u. 4. v. l.) gewinnen bei ihren Wibbelt-Lesungen immer mehr Zuhörer, so dass das Wibbeltzimmer fast aus allen Nähten platzte